So funktioniert der Handel mit ETFs

By | 20. August 2015

Die besten Tipps für den Handel mit ETFs

Exchange-traded funds (ETFs) bieten die Möglichkeit, die Geldanlage effizient und kostengünstig zu gestalten. Das Internet bietet verschiedene Möglichkeiten, in den Handel mit ETFs zu starten und hierbei auch Erfolg zu haben. Dennoch sind die Verlustrisiken nicht zu unterschätzen, da es sich trotz allem um eine Investition handelt, die den Marktschwankungen unterliegt.

  • Handel über die Börse am Sekundarmarkt
  • Passiv verwaltete Indexfonds zur Auswahl
  • Preis orientiert sich in der Regel am Nettoinventarwert
  • Auswahl aus mehr als 2.000 Fonds

Wie funktioniert der Handel mit ETFs richtig? Alle Infos zu diesem Thema finden Sie in unserem Ratgeber noch einmal kompakt zusammengefasst.

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Was sind ETFs eigentlich genau?

vorlage_musterETF steht als Abkürzung für den englischen Begriff „Exchange-traded funds“ (engl. „börsengehandelte Fonds“). Wie bereits aus dem Namen hervorgeht, werden die Fonds direkt an der Börse gehandelt. Meist handelt es sich um eine passive Anlagestrategie – das bedeutet, das Vermögen wird über ein Fondsmanagement investiert. Dieses hält den Blick auf die Wertentwicklung gerichtet, die sich an bereits festgelegten Benchmarks orientiert. Am Markt sind durchaus auch aktive ETFs im Angebot, doch diese halten sich stark in Grenzen und werden eher selten in Anspruch genommen. Die Idee für den Handel mit ETFs kam zum ersten Mal in den 1970er-Jahren in den USA auf. Heute gibt es rund 2.000 verschiedene Fonds, die sich für den Handel mit ETFs anbieten.

Erklärung des Begriffs ETFs bei 1822direkt

Erklärung des Begriffs ETFs bei 1822direkt

ETFs sind börsengehandelte Fonds, die über einen Sekundarmarkt direkt an der Börse gehandelt werden. Die Anlagestrategie ist dabei in der Regel meist passiv, es gibt aber auch aktive Varianten.

Die besten Tipps für den Handel mit ETFs im Überblick

Fonds sind eine der beliebtesten Investitionsmöglichkeiten. Im Laufe der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass immer mehr Anleger ETFs für sich entdecken. Wer bei dem Handel oder der Investition mit ETFs erfolgreich sein möchte, sollte dabei jedoch den einen oder anderen Tipp beherzigen, da der Erfolg oft schon bei der Auswahl der Bank beginnt.

1. Die Konditionen im Blick behalten

gebuehrenWie bei allen Anlagemöglichkeiten fallen natürlich auch beim Handel mit ETFs Gebühren an. Die Auswahl der Bank sollte daher auf einem Vergleich der verschiedenen Konditionen basieren. Je niedriger die Kommissionen, desto höher natürlich auch der Ertrag aus den ETFs. Gerade bei den klassischen Filialbanken können die Kosten teilweise recht hoch ausfallen. Gängig sind Gebühren in einer Höhe von 1 % des Kurswertes sowie zusätzliche Beratungskosten. Direktbanken zeigen sich hier oft als die bessere Wahl, da sie feste Gebühren anbieten und damit deutlich kalkulierbarer sind. Bei variablen Kosten bewegen sich gute Direktbanken in einem Bereich von etwa 0,25 % des Ordervolumens.

Um den besten Broker für den Handel mit ETFs zu finden, kann ein Vergleich eine gute Hilfe sein. Dieser lenkt den Blick auf die unterschiedlichen Konditionen und hilft bei der Auswahl.

Wer die Auswahl nicht selbst übernehmen will, kann sich auch für eine unsere Empfehlungen entscheiden. Unser ETF-Testsieger ist 1822direkt, eine Tochter der Frankfurter Sparkasse. Sie zeichnet sich vor allem durch ein großes Angebot und zahlreiche ETF-Sparpläne aus. Außerdem bietet sie auch ergänzende Bankdienstleistungen wie ein attraktiv verzinstes Tagesgeldkonto.

Auch mit ETFs kann man allerdings aktiv traden, also regelmäßig kaufen und verkaufen. Nämlich dann, wenn man statt auf einzelne Unternehmen auf ganze Märkte setzen will, beispielsweise auf afrikanische Aktien oder Biotechnologiewerte. Dann sind niedrige Gebühren wichtig. Hier empfehlen wir deshalb unseren Depottestsieger 2019, den Broker DEGIRO.

Bei DEGIRO sind die Preise dauerhaft günstig

Bei DEGIRO sind die Preise dauerhaft günstig.

Dauerhaft niedrige Konditionen bietet der Broker DEGIRO. Weil ETFs über die Börse gehandelt werden, gelten die gleichen Kosten wie für den Aktienhandel. Auch die Auswahl ist aus diesem Grund bei fast allen Brokern ähnlich groß. Einen an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten ETF kann man praktisch über jeden Broker kaufen, der den Handel über die Frankfurter Börse anbietet. Und das sind in Deutschland eigentlich alle.

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2. Die Spreads im Blick haben

FAQsDie Geld-Brief-Spanne bei ETFs kann sich natürlich ebenfalls auf den Ertrag auswirken. Daher empfiehlt es sich, Angebote zu vermeiden, die einen großen Spread haben. Die Differenz zwischen dem Ankauf und dem Preis für den Verkauf beinhaltet zusätzliche Kosten, die nicht zu unterschätzen sind. Sogar an den großen Börsenplätzen wie Frankfurt und Stuttgart gibt es verschiedene Spreads. Hier kann ein Vergleich durchaus lohnenswert sein. Allerdings gibt es hier eine Obergrenze, daher ist eine Steigerung der Spreads ins Unermessliche nicht möglich.

Hinweis: Gerade Anleger, die sich mit den ETFs nur kurzfristig orientieren möchten, sollten einen großen Wert auf einen möglichst geringen Spread legen. Ein liquider ETF ist immer an einem geringen Spread erkennbar.

3. Die Limit-Orders als Hilfe

Der Trader kann dem Broker Anweisungen geben, die beispielsweise als Limit-Orders bezeichnet werden. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich für einen Broker zu entscheiden, der Limit-Orders anbietet. Diese sorgen dafür, dass der Handel nur bis zu einem gewissen Grenzwert durchgeführt wird. Auf diese Weise lassen sich die Verluste gering halten.

4. Bei der Auswahl auf den Index achten

Auswahlmöglichkeit des passenden ETFs

Auswahlmöglichkeit des passenden ETFs

Gerade Anfänger auf dem Gebiet des Handels mit ETFs fühlen sich mit der großen Auswahl vielleicht überfordert. Daher ist es am besten, zu Beginn auf Aktien-Indizes zu setzen, die dem Trader bekannt sind. So lässt sich beispielsweise der DAX leichter in seiner Entwicklung verfolgen als ein Index, der im Ausland auf einem Aktienbarometer angezeigt wird. Generell erfolgt der Handel mit Indizes für spezielle Märkte eher schleppend. Das kann sich bei einem später durchgeführten Verkauf negativ auswirken. Bei einer Emittentenpleite ist das Vermögen bei exotischen Indizes nicht geschützt, das Risiko steigt also an.

Die besten ETF Anbieter im Vergleich

5. Die Liquidität der ETFs

Auch die Liquidität der einzelnen ETFs ist natürlich ein interessanter Punkt, den Trader nicht aus den Augen verlieren sollten. erfahrungen_schreibenDiese kann durch verschiedene Faktoren bestimmt werden. Hier sind die Basiswerte von Bedeutung: Ist die Liquidität des Basiswertes eher gering, so kann der Index möglicherweise durch eine ineffiziente Preisfindung auf sich aufmerksam machen. Ein weiterer Faktor ist das Handelsvolumen. Ist dieses eher gering, so ist es die Liquidität meist auch. Dementsprechend spielt die Liquidität des Fonds eine ebenso große Rolle bei der Auswahl der ETFs wie die Liquidität der Werte, die im Index enthalten sind. Bei einem guten Broker haben Anfänger die Möglichkeit, sich bzgl. der Fondsauswahl beraten zu lassen.

6. Ein gutes Timing finden

Wie bei allen Investitionen ist ein gutes Timing auch bei ETFs die Grundlage für den Erfolg. Idealerweise sind die Orders in der Mitte der bekannten Handelszeit – also in der Regel im Zeitraum von 11 Uhr bis 16 Uhr –durchzuführen. Gerade zu Beginn, aber auch am Ende des Tages, ist der Handel eher schwierig. Idealerweise verzichten Trader zudem darauf, die Orders zwischen den Handelstagen zu setzen, denn Eröffnungskurs und Schlusskurs müssen nicht immer gleich sein. Der Markt ist immer in Bewegung und nicht kalkulierbar. Daher ist es ratsam, die Orders immer direkt zu den mittigen Handelszeiten zu setzen.

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7. Ein gutes Volumen beim Fonds

Ein Risiko bei der Investition in ETFs besteht natürlich immer. Dennoch ist es möglich, dieses in Bezug auf die Fondsgesellschaft selbst relativ gering zu halten. Immer wieder werden Fondsgesellschaften geschlossen, was teilweise hohe Verluste nach sich ziehen kann. kuendigungDieses Risiko lässt sich verringern, wenn Trader ihren Blick auf Gesellschaften mit einem großen Volumen richten. Ein Volumen von mehr als 100 Millionen Euro ist gerade für Anfänger ein guter Richtwert. Zwar schränkt eine solche Summe die Auswahl der Fonds durchaus ein, doch gerade für Anfänger sollte Sicherheit im Vordergrund stehen.

Hinweis: ETFs werden als Sondervermögen behandelt. Im Prinzip bedeutet dies, dass im Falle eines Konkurses des Unternehmens die ETFs nicht zur Konkursmasse gehören. Stattdessen werden sie direkt an den Anleger ausgezahlt. Wichtig dabei zu wissen ist aber, dass es hier Unterschiede zwischen den verschiedenen ETFs gibt. So können synthetische ETFs durch den Swap ein Gegenparteirisiko aufweisen. Bei physischen ETFs entsteht dies durch die Wertschriftenleihe. Indexzertifikate dagegen haben ein Emittentenrisiko. Dies sollte vor der Investition berücksichtigt werden.

Der Handel mit ETFs ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Neben der Auswahl des Brokers spielen hier auch die Indizes sowie das Fondsvolumen und das Timing mit hinein. Wer erfolgreich sein möchte, benötigt Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen und hat in den meisten Fällen zudem die Möglichkeit, eine Beratung in Anspruch zu nehmen.
 

Überblick über die Kosten von ETFs

kostenlose Depots helfen bei der Kostenminimierung

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Wer investiert, möchte die Kosten dabei natürlich so gering wie möglich halten. Daher ist es interessant zu wissen, mit welchen Kosten beim Handel mit ETFs eigentlich zu rechnen ist. Die Unterschiede zu den klassischen Investmentfonds sind teilweise sehr groß. So gibt es bei Investmentfonds den Ausgabeaufschlag, der bei ETFs nicht anfällt. Die jährliche Managementgebühr hängt von den Indizes ab und bewegt sich in der Regel zwischen 0 und 1 %. Performance-Gebühren, die ebenfalls durch die Investmentfonds bekannt geworden sind, gibt es nicht. Hinsichtlich der Depotgebühren spielt natürlich die Auswahl des Depots eine Rolle. Da ETFs jedoch direkt an der Börse gehandelt werden, fallen meist auch keine Depotgebühren an.

Einer der Vorteile von ETFs sind die vergleichsweise relativ geringen Kosten für den Handel. Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall, die Konditionen der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. 

Fazit: ETFs als Alternative zu klassischen Investmentfonds

fazitETFs, also direkt an der Börse gehandelte Fonds, stellen eine gute Anlagemöglichkeit dar. Interessant sind ETFs dabei nicht nur für kurzfristig orientierte Trader. Auch längerfristig orientierte Anleger profitieren von den Vorteilen. Zudem bieten ETFs als Sondervermögen eine zusätzliche Sicherheit für den Anleger.

 

 


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Author: Christian Habeck

Christian Habeck ist als Privatanleger bereits seit vielen Jahren an den Finanzmärkten aktiv. Sein Spezialgebiet ist die technische Analyse. Dabei ist er sowohl im Daytrading als auch im mittel- und langfristigen Anlagehorizont unterwegs. Auf www.kumo-trading.de gibt er tiefere Einblicke in den Handel mit dem Ichimoku Kinko Hyo.

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