Online Brokerage Gebühren – so vergleichen Sie Kosten

By | 27. Mai 2015

Onlinebanken und -broker gelten als günstige Alternative für den Kauf von Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren. Welche Kosten bei Kauf und Verkauf anfallen und welche Gebühren Sie bei der Auswahl eines Online Brokerage Anbieters vergleichen sollten, lesen Sie hier.

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Welche Gebühren kommen im Online Brokerage auf Sie zu? Wir haben Ihnen alle wichtigen Informationen zu diesem Thema in unserem Ratgeber zu Online Brokerage Gebühren zusammengestellt.

Was ist Online Brokerage?

VerbrauchertippsKurz und knapp beantwortet: Alle Wertpapier An- und Verkäufe, die Sie selbstständig über ein Onlinedepot in Auftrag geben. Online Brokerage bezeichnet also lediglich die Art in der Sie selbst Ihr Wertpapierdepot verwalten und den Weg über den Sie die Aufträge übermitteln. Welche Bank, Sparkasse oder welchen Onlinebroker Sie dafür nutzen, ist – zumindest im Sinne der Bedeutung – unerheblich.

Allerdings haben sich in den vergangen Jahre eine ganze Reihe von Banken und Brokern auf das Gebiet des Online Brokerage spezialisiert, weshalb die Online Brokerage Gebühren teilweise sehr unterschiedlich berechnet werden – und überwiegend deutlich von Filialbanken-Depotangeboten abweichen. Ein Kosten- und Gebührenvergleich sollte deshalb in jedem Fall vor der Eröffnung eines Onlinedepots erfolgen.

Online-Brokerage : Alle Wertpapier An- und Verkäufe, welche selbstständig über ein Onlinedepot in Auftrag gegeben werden

Online-Brokerage : Alle Wertpapier An- und Verkäufe, welche selbstständig über ein Onlinedepot in Auftrag gegeben werden

Für wen eignet sich Online Brokerage?

Im Prinzip für jeden, der die drei folgenden Fragen mit „ja“ beantworten kann:

  • Ich habe Interesse an Finanz- und Wirtschaftsthemen und informiere mich regelmäßig
  • Ich bin mir bewusst, dass die Geldanlage in Wertpapiere Chancen bietet und Risiken birgt
  • Ich traue mir die selbstständige Verwaltung meiner Geldanlage zu und benötige dazu keine Ratschläge eines Bank- oder Vermögensberaters

Die Verwaltung eines eigenen Aktien- und Wertpapierbestandes ist durchaus keine Sache, für die zwingend eine besondere Ausbildung oder gar ein Studium benötigt wird. Allerdings muss ein grundsätzliches Interesse an Finanzthemen bestehen, da sich ändernde Rahmenbedingungen durchaus das eigene Vermögen beträchtlich schmälern können. Dank verschiedener News-Ticker lassen sich mittlerweile die Nachrichten zu Unternehmen oder Branchen ohne besonderen Aufwand verfolgen. Sofern ein gewisses Grundverständnis vorhanden ist, ob sich aus diesen Nachrichten steigende oder fallende Wertpapierkurse ableiten lassen, darf man sich selbst durchaus als „für das Online Brokerage geeignet“ einschätzen.


Ein Tipp für Neueinsteiger: Kaufen Sie keine Wertpapiere von Unternehmen, die Ihnen persönlich sympathisch sind. Kaufen Sie anstelle dessen Wertpapiere, die sich auf Unternehmen oder Branchen beziehen, deren Geschäftsprinzip für sie nachvollziehbar ist – oder das Sie eventuell aus eigener Erfahrung kennen. Denn: Nichts ist demotivierender, als dem Siechtum eines Lieblingsunternehmens zuzuschauen und dabei selbst Geld zu verlieren; denn: nichts lässt sich schwerer veräußern als Wertpapiere von Unternehmen, denen gegenüber man eigentlich positiv eingestellt ist.

Wie geht Online Brokerage?

FAQsDer Erfahrene sagt: Einfach Depot eröffnen und loslegen. Das ist nicht falsch, aber eben auch ein bisschen sehr schlicht formuliert. Tatsächlich funktioniert Online Brokerage wie die Bezeichnung verrät ausschließlich via Internet. Wer also aktiv am Handelsgeschehen teilnehmen möchte, sollte wahlweise über einen (schnellen) Internetanschluss zu Hause oder aber ein modernes Smartphone verfügen, das via Brokerage- oder Trading-App ebenfalls den Handel von Wertpapieren ermöglicht. Welche Anbieter bereits eine App für Google Android, Apple iOS oder Windows Phone entwickelt haben und welche Kosten für die Nutzung dieser Apps anfällt, lässt in einem Online Brokerage Gebührenvergleich herausfinden.

Steht eines oder sogar beides zur Verfügung, sind die technischen Grundanforderungen erfüllt. Dann gilt es, wie der Erfahrene sagt, ein Online Brokerage Depot zu eröffnen.

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Ein Depot ohne Grundgebühren muss nicht schlecht sein. Wirklich kostenlos ist es ohnehin nicht. Statt über eine monatliche oder jährliche Gebühr finanziert es sich über die Transaktionskosten, die bei jedem Kauf oder Verkauf anfallen.

Deshalb muss umgekehrt auch ein gebührenpflichtiges Depot keine schlechte Wahl sein. Wer monatlich eine Gebühr bezahlen muss, dafür aber geringe Orderkosten hat oder bei dem in der Gebühr womöglich sogar mehrere Trades inklusive sind, der kann bei hohen Umsätzen sogar Geld sparen.

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DEGIRO überzeugt auch im Vergleich

Orderkosten – diese Gebühren sollten Sie kennen

gebuehrenLeider liegt es nicht unbedingt im Interesse der Anbieter die Order-Kosten leicht vergleichbar zu machen. Die Unübersichtlichkeit ist zu einem Teil den optional anfallenden Fremdkosten wie z.B. den verschiedenen Börsenentgelten geschuldet, auf die die Online-Broker keinen Einfluss haben.

Diese kleine Marktintransparenz dürfte aber auch sicherstellen, dass jeder Anbieter eine geeignete Nische findet, in der er trotz des in den vergangenen Jahren rapiden Preisverfalls für Broker-Dienstleistungen weiterhin insgesamt profitabel wirtschaften kann. Wer also Gebühren und Kosten von Online Brokerage vergleicht, sollte die Details nicht aus den Augen verlieren.

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Wichtige Details für den Gebühren-Vergleich (Stand Mai 2015)

  • Order-Gebühren: Werden pro Trade fällig, d.h. bei Ankauf wie auch bei Verkauf eines Wertpapiers; oftmals gestaffelt nach Order-Volumen. Wichtig sind hier die Hinweise zu Minimum- und Maximum-Kosten sowie der anfallenden Provision in Prozent.
  • Order-Volumen: Order-Gebühren werden in der Regel als „ab x,- Euro“ beworben, was bei höheren Anlagesummen wenig Aussagekraft besitzt. Wer regelmäßig ein Order-Volumen von mehreren Tausend Euro handelt, sollte sehr genau auf die Staffelung der Kosten achten.
  • Handelsplatzgebühr: Die Order-Gebühren entsprechen überwiegend der Vergütung, die der Online-Broker für seine Dienstleistung beansprucht. Die Höhe der Handelsplatzgebühr richtet sich nach dem gewählten Handelsplatz (z.B. Frankfurter Wertpapierbörse, Börse Stuttgart) und wird zusätzlich zu den Order-Gebühren und unabhängig von der Höhe des Order-Volumens berechnet.
  • Limit-Kosten: Sofern Sie Wertpapiere zu einem bestimmten Preis kaufen oder verkaufen möchten, geben Sie bei Order-Aufgabe ein Limit an. Dieses kann kostenlos sein, muss es aber nicht. Abhängig von den Bestimmungen des Brokers können z.B. Limit-Streichungen (Wüstenrot, Limitänderung, -löschung, -nichtausführung – 2,90 Euro), oder wie bei ING DiBa telefonisch erteilte Limits kostenpflichtig sein (5,- Euro).
  • „Offline“ Auftragserteilung: Einige Online-Broker verfügen über einen Kundenservice, der Ihre Wertpapierorder entgegennimmt und ausführt. Dieser „offline“ Service ist kostenpflichtig – im „Notfall“ aber sicherlich sein Geld wert (z.B. DAB Bank reguläre Order-Gebühren zzgl. 10,00 € Aufschlag).

Wie aufwändig ein Vergleich der Online Brokerage Gebühren sein kann, zeigt beispielhaft der nachfolgende Vergleich der Depotangebote von Consorsbank, DEGIRO (DEGIRO Test) und dem Sparkasse Online-Broker sBroker. Das Consorsbank Trader-Depot bietet für die ersten 12 Monate nach Depoteröffnung ein hervorragendes Preis- und Leistungsverhältnis, das sich nach Ablauf der Neukundenphase preislich an das sBroker Angebot angleicht. Die DEGIRO Kosten steigen durch eine prozentuale Gebühr zwar mit einem höheren Ordervolumen, aber durch die dauerhaft äußerst günstigen Orderpreise ist der Anbieter im Vergleich noch immer sehr günstig. sBroker ist ein schönes Beispiel für ein eigentlich gutes Angebot, das sich aber erst nach einer exakten Prüfung verschiedener, teils umfangreicher, Sternchen-Texte wirklich offenbart.

online brokerage gebühren vergleich

Beispiel einer Vergleichstabelle der Online Brokerage Gebühren dreier Anbieter.

Noch komplizierter wird die Rechnung dadurch, dass einzelne Broker beim Kauf über bestimmte Börsen Sonderkonditionen garantieren. DEGIRO ermöglicht den Handel an deutschen Börsen bereits ab zwei Euro. Das Trading über US- oder asiatische Börsenplätze ist ebenfalls weitaus günstiger als bei vielen anderen Brokern. Zwar gelten die genannten Preise zuzüglich einer Provision, in den meisten Fällen ist das aber trotzdem die mit Abstand günstigste Variante. Außerdem ist das Gebührenmodell transparent, ohne große Recherche weiß man immer, was eine Transaktion kostet.


Tipp:

Prüfen Sie anhand bestehender Order-Abrechnungen und/oder einem Jahresdepotauszug welche Order-Umsätze Sie in den vergangenen Monaten bei Ihrer Depotbank in Auftrag gegeben haben und wie viele Order-Aufträge gestellt wurden. Nutzen Sie für den Vergleich der anfallenden Kosten einen Online-Vergleichsrechner, der möglichst viele verschiedene Anbieter und Ihre persönlichen Order-Fakten für die Suche nach dem bestmöglichen Depotkonto-Anbieter berücksichtigt.


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