Aktiendepot – Wichtige Fragen und Antworten

Vielleicht geht es dir auch so: Wenn du ein Depot eröffnen möchtest, bist du von der Vielzahl der Angebote schlicht „erschlagen“! Mittlerweile gibt es Dutzende Anbieter – und einige davon machen es potenziellen Neukunden nicht leicht, einen Überblick über die Gebühren zu erlangen. Du brauchst den Kopf aber nicht in den Sand zu stecken, denn wir bieten dir übersichtlich und in verständlicher Sprache eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl der richtigen Depotbank.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir hier für dich die zehn wichtigsten Fragen zum Thema „Depoteröffnung“ in verständlicher Form zusammengetragen.

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1. Was muss ich tun, um das günstigste Depot zu finden?

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Klare Sache: Grundlegend für deine Entscheidung sind natürlich vor allem die Gebühren, die pro Kauf oder Verkauf anfallen. Welches Depot davon im Einzelfall für dich das Richtige ist, hängt von deinem individuellen Nutzungsverhalten ab. Denn es gibt durchaus Unterschiede – und zwar bei der Frage „Fixgebühr“ und „prozentuale Gebühr“.

Wenn du beispielsweise pro Kauf oder Verkauf nur mit relativ geringen Beträgen an die Sache herangehen kannst oder willst, kann eine niedrige Mindestgebühr für dich wichtiger sein als ein niedriger prozentualer Gebührensatz. Denn was nutzen dir schon variable Gebühren von 0,15 Prozent des Ordervolumens, wenn du nur Wertpapiere für 500,00 Euro ordern möchtest und eine Mindestgebühr von 20,00 Euro festgelegt ist? In dem Fall würdest du mit einer niedrigen Mindestgebühr von z.B. 3,95 Euro besser fahren, auch wenn der variable Satz von z.B. 0,2 Prozent variablen Gebühren höher wäre.

Nicht immer muss man diese Abwägung treffen. DEGIRO, unser Depot Testsieger 2017, bietet zwar keinen Pauschaltarif oder eine Flatrate, die ganz ohne prozentualen Gebührenanteil auskommt, ist im Vergleich aber trotzdem deutlich günstiger als viele andere Anbieter. Schon ab 2,00 Euro ist der Xetra-Handel möglich, und auch die Kosten für den Handel an amerikanischen oder asiatischen Börsen sind dauerhaft günstig.

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DEGIRO im Vergleich mit anderen Anbietern.

Wenn du zwischen Verkauf und Kauf das Geld längere Zeit auf dem Verrechnungskonto lassen möchtest, sind auch die Zinsen, die es dafür gibt, einen Blick wert. Außerdem bieten einige Anbieter Extras wie Kursanalysen für Kunden kostenlos an.

Am besten nutzt du zur Unterstützung deiner Entscheidung unseren „Online Depot Vergleich“. Auf kostenlosesdepot.net hast du die Möglichkeit, vier Angaben zu machen. Aufgrund dieser Angaben können wir dann aus der Datenbank den für dich passenden Anbieter heraussuchen. Mehr als diese vier Angaben brauchst du dazu nicht:

  1. Dein durchschnittliches Ordervolumen
  2. Der Anteil der Order, die du online abgeben möchtest
  3. Die Zahl der Order pro Jahr
  4. Dein durchschnittliches Depotvolumen

Mit dem Depot Kosten Vergleich kannst du die günstigsten Anbieter herausfinden, welche speziell für deine Situation geeignet sind. Dann kannst du in Ruhe die Bedingungen genauer anschauen und so faktenbasiert deine Entscheidung treffen.

2. Wie kann ich ein Aktiendepot eröffnen?

Verbrauchertipps Die Eröffnung eines Depots ist im Online-Zeitalter keine große Sache. Du gibst dazu online die entsprechenden Eingaben, welche der Anbieter von dir haben möchte, ein. Doch ausschließlich online geht es (noch) nicht: du musst dich legitimieren können, also der Bank deine Identität bestätigen. Banken mit Filialnetz bieten teilweise auch bei Online-Depots an, diese Identitätsprüfung in der Filiale vorzunehmen. Ansonsten gilt:

Bei Direktbanken musst du meistens ein sogenanntes „Postident“ ausfüllen. Dieses ist üblicherweise für dich kostenlos. Und es funktioniert ganz einfach: Du erhältst von der neuen Depotbank im Rahmen der Online-Anmeldung ein Formular – entweder direkt zum Ausdrucken oder per Post zugeschickt. Das legst du dann bei einer Post-Filiale zusammen mit deinem Ausweis vor. Die Mitarbeiter dort vergleichen die Angaben auf dem Formular mit denen in deinem Ausweis und bestätigen die Angaben, sofern sie richtig eingetragen sind. Übrigens: Solltest du bereits Kunde bei der Bank sein, fällt dieser Schritt üblicherweise weg.

3. Sind alle Aktiendepots kostenlos?

Die Entwicklung der letzten Jahre war eindeutig: Bei fast allen Direktbanken hat sich mittlerweile das kostenlose Online Depot durchgesetzt. Auch viele klassische Banken und Sparkassen bieten inzwischen Online Depots. Diese sind oft ebenfalls kostenlos und können wie bei den Direktbanken nur online geführt werden. Allerdings: Für klassische Depots, bei denen Kunden am Bankschalter Wertpapiere kaufen können, erheben die meisten Banken eine Gebühr.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Mit „kostenlos“ meinen wir die Depotführung, sprich die Kosten für die Aufbewahrung der Wertpapiere. Kostenpflichtig sind in jedem Fall die Gebühren, die bei jedem Kauf oder Verkauf anfallen. Die Höhe hängt von der Bank ab sowie teilweise vom Börsenplatz ab. So verlangen die Börsen ebenfalls eine Gebühr, die oft zusätzlich zu entrichten ist.

Über die Höhe der Gebühren gibt dir der Online Depot Vergleich von online-broker-vergleich.org Auskunft.

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Der „beste Online Broker 2017" überzeugt mit dauerhaft günstigen Preisen.

4. Bleibt mein Aktiendepot kostenlos?

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Die meisten Online Depots sind dauerhaft kostenlos. Lediglich bei Aktiendepots, bei denen auch über den Bankschalter = in der Filiale Wertpapiere gekauft werden können (die also keine Online-Depots sind), können nach einem bestimmten Zeitraum Gebühren anfallen. Doch wer besteht da in der heutigen Zeit schon drauf? Wenn du diese Zeilen liest, zeigt das schon, dass du im Internet unterwegs bist – warum nicht also auch online deine Aktien kaufen und verkaufen?

Eins ist klar: Beim Handeln von Aktien und Wertpapieren fallen Gebühren an. Hier kann es sein, dass einige Angebote nur für einen bestimmten Zeitraum gelten, beispielsweise für ein Jahr. Anschließend werden dann höhere Gebühren fällig. Deshalb unser Rat: Prüfe am besten bei Angeboten, ob die Konditionen dauerhaft gelten oder nur für einen bestimmten Zeitraum. Die Banken sind verpflichtet, darauf hinzuweisen, wenn das Angebot nur zeitlich begrenzt gilt. Und solche „Lockvogelangebote“ sind weit verbreitet. Diese können sehr attraktiv sein – was sich aber relativiert, wenn der Anbieter nach dem Ende des Aktionszeitraums überdurchschnittlich hohe Gebühren verlangt!

Auch hier ist unser Depottestsieger DEGIRO erwähnenswert. Das Unternehmen verzichtet fast völlig auf kurzfristige Angebote. Die günstigen Konditionen gelten dauerhaft.

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5. Welche Kosten fallen beim Handeln an?

Anders als die reine Depotführung ist das Handeln nicht kostenlos. Im Regelfall verlangen die Online-Broker eine prozentuale Gebühr. Diese liegt beispielsweise bei 0,25 Prozent des Ordervolumens, also des Kaufpreises oder des Verkaufserlöses. Wer beispielsweise Aktien für 1.000 Euro kauft, muss 2,50 Euro Gebühren zahlen. Teilweise fallen auch Gebühren an, wenn der Handel nicht ausgeführt wurde (beispielsweise weil sich kein Käufer für die angebotenen Aktien fand).

Allerdings gibt es in den meisten Fällen eine Mindestgebühr, die bei einigen Anbietern durchaus zehn Euro oder mehr betragen kann. Bei vielen Brokern setzt sich die Gebühr auch aus einer Grundgebühr und einem prozentualen Anteil zusammen, also beispielsweise 5,00 Euro plus 0,25 Prozent der Ordersumme. Zusätzlich fallen teilweise noch Börsengebühren an, die aber meist niedrig liegen.

Hinzu kommen weitere Gebühren, beispielsweise für zusätzliche Steuerbescheinigungen, verlorene TANs oder Einträge ins Aktienregister bei Namensaktien. Wenn du mit Kauf- oder Verkaufslimits arbeiten möchtest, solltest du schauen, ob dein Wunsch-Anbieter das Ändern von Limits kostenlos ermöglicht. Denn wenn du oft Limits änderst und dafür z.B. jedes Mal 5 Euro berechnet werden, kann das in der Summe einiges an Kosten bedeuten.

Übrigens: Die Transaktionskosten können üblicherweise von der Kapitalertragssteuer abgesetzt werden – bei der Berechnung deiner Gewinne bzw. bei der Ausstellung der Jahressteuerbescheinigung berücksichtigt die Depotbank das automatisch. Der Gewinn, den du erzielst, wird dann um diese Kosten gemindert. Wir weisen aber an dieser Stelle darauf hin, dass wir keine Steuerberater sind und steuerliche Themen deshalb nicht verbindlich besprechen können. Verbindliche Auskunft dazu erhältst du von einem Steuerberater, was sich insbesondere bei höheren Anlagesummen lohnen kann. Dann brauchst du dir deswegen keine Gedanken zu machen.

6. Was passiert mit meinem Depot, wenn die Bank Pleite geht?

Natürlich gibt es bei jeder Aktie oder Anleihe das Risiko, dass der Kurs fällt oder das Unternehmen, dessen Aktie Aktie/Anleihe von dir getradet wird, insolvent wird. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Wertpapieren. Deutsche Pfandbriefe beispielsweise gelten als sehr sicher, Optionsscheine sind dagegen im Regelfall sehr riskant.

Die Gefahr, dass der Inhalt deines Depots im Fall einer Pleite der Depotbank für dich verloren ist, besteht dagegen Stand Januar 2017 so gut wie nicht (außer du hast Aktien dieser Bank im Depot). Anders als bei einem Konto leihst du der Bank kein Geld, sondern du kaufst Wertpapiere: Du investierst in ein Unternehmen (via Aktien) oder leihst einem Staat Geld (via Anleihen). Der Broker verwahrt die entsprechenden Wertpapiere nur für dich auf. Wird der Broker bzw. die Bank insolvent, darf sie zum Ausgleich der Schulden nicht auf deine dort gelagerten Wertpapiere zugreifen. Dennoch: Wenn die Depotbank Pleite geht, kann dies eine Menge Ärger bedeuten, z.B. wenn die Bestände erst einmal gesperrt werden. Und was, wenn dann ein Optionsschein kurz vor dem Laufzeitende ist? Schadensersatz gegenüber einer zahlungsunfähigen Bank anmelden? Aus diesem Grund raten wir dir, auch immer die Solvenz der Depotbank im Blick zu erhalten.

7. Kann ich in meinem Online-Depot auch andere Wertpapiere als Aktien verwahren?

Gerne wird vom Aktiendepot gesprochen – doch in einem regulären Online Depot kannst du auch Fonds, Anleihen, ETFs, Optionsscheine, Zertifikate oder Pfandbriefe verwahren.
Die meisten Banken empfehlen ohnehin, die Wertpapiere im Depot zu mischen, also neben Aktien auch Wertpapiere anderer Kategorien zu besitzen. Bei Anleihen z.B. investierst du nicht direkt in ein Unternehmen, sondern leihst einer Firma oder einem Staat Geld und erhältst dafür einen festen Zinssatz. Das ist natürlich tendenziell eher in Zeiten allgemein relativ hoher Zinsen interessant.

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8. Bieten die Anbieter kostenloser Aktiendepots auch Beratung?

Checkliste Kostenlose Aktiendepots beinhalten meistens keine kostenlose Beratung im klassischen Sinn. Allerdings verfügen die meisten über eine Telefon-Hotline, bei der du technische Fragen klären kannst – beispielsweise wie genau du Aktien ordern kannst.

Daneben bieten viele Anbieter zahlreiche kostenlose und teils exklusive Informationen über Aktien und andere Wertpapiere. Einige Online-Broker bieten mittlerweile eine gebührenpflichtige Beratung. Diese kostet zwar Geld, dafür erhalten die Kunden aber manchmal an die Bank gezahlte Provisionen weitergeleitet. Zudem ist die Beratung unabhängiger, weil der Berater nicht von den gezahlten Provisionen abhängig ist. Bei kostenloser Beratung solltest du dich fragen, warum die Bank dies anbietet. Im Normalfall deswegen, weil sie Anlageprodukte wie Fonds empfiehlt und vom Anbieter dieser Fonds eine Provision erhält. Da ist es natürlich schon fraglich, ob diese Beratung dann wirklich in deinem Interesse ist.

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Auch die Auszeichnungen sprechen für den Testsieger DEGIRO

9. Ich habe schon ein Depot und ein Konto. Kostet der Wechsel Gebühren?

Der Depotwechsel ist im Regelfall kostenlos. Auch die alte Bank sollte von dir im Normalfall keine Gebühren für den Wechsel verlangen. Oft bieten die Broker für Depot-Wechsler sogar besonders günstige Konditionen, beispielsweise kostenlose Trades, niedrige Handelsgebühren für das erste Jahr oder einen höheren Zinssatz.

Dein altes Girokonto kannst du natürlich behalten. Allerdings brauchst du beim neuen Anbieter zusätzlich zum neuen Depot ein Verrechnungskonto beim selben Anbieter. Teilweise kann das Verrechnungskonto auch für den normalen Zahlungsverkehr genutzt werden.

Wir finden: Wer wenig Geld anlegt, für den ist es einfach übersichtlicher, alle Dienstleistungen aus einer Hand zu haben. Wer beispielsweise monatlich über einen Sparplan in Wertpapiere investieren will oder nur einmal im Jahr den Bonus in Aktien stecken will, der ist mit ETFs ohnehin besser bedient. Mit diesen börsennotierten Fonds lässt sich nämlich kostengünstig ein ganzer Index abbilden. Man kann beispielsweise einen Indexfonds kaufen, der sich genauso entwickelt wie der DAX. Für diese Kundengruppe ist deshalb unser ETF-Testsieger 1822direkt besonders empfehlenswert. Wer dagegen regelmäßig handelt, für den lohnt sich der Zusatzaufwand.

10. Was kann ich beim Depotwechsel noch erledigen?

wechsel_umzug Wenn du im „Online Depot Vergleich“ deinen Favoriten gefunden hast, kannst du sofort online ein Depot beantragen. Die Bank teilt dir dann mit, welche Angaben und Dokumente sie noch von dir benötigt. Um den Einzug der Wertpapiere vom alten Depot und dessen Auflösung kümmert sich im Regelfall dann der neue Broker/die neue Bank.

Unser Rat: Kündige auch den Freistellungsauftrag bei der alten Bank (sofern du dort einen hattest), um diesen zu deiner neuen Bank verlagern können. Am besten ist es auch, wenn du die Kaufbelege von Aktien, die du ins neue Depot überträgst, aufhebst – um eventuell die richtige Berechnung der Kapitalertragsteuer zu überwachen. Im Regelfall wird der neuen Bank der Kaufkurs mitgeteilt. Es kann aber auch passieren, dass die neue Bank das Einbuchungsdatum als Kaufdatum ansetzt und als Kaufkurs den Kurs von diesem Datum nimmt. Das kann für dich nachteilig sein, wenn dein eigentlicher Kaufkurs ein anderer ist.


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