Aktienhandel lernen für Anfänger – so starten Sie ohne Risiko

By | 26. Mai 2015


Der Handel mit Wertpapieren gilt Vielen immer noch als „kompliziert“ und als Tätigkeitsgebiet „für Spezialisten“. Andererseits besitzen mehr als 4 Mio. Deutsche Aktien – glauben Sie wirklich, dass das alles Spezialisten sind, die sich mühsam in eine komplizierte Methode eingearbeitet haben? Eben.

Wir sagen es deshalb ganz deutlich: Aktienhandel ist sehr einfach, welche Begriffe Sie kennen sollten und wie Sie als Anfänger am besten in den Aktienhandel einsteigen können, lesen Sie hier.

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Aktien – diese 5 Begriffe müssen Sie kennen

  1. ISIN – die International Securities Identification Number (ISIN) entspricht einer Artikelnummer für Aktien und dient deren eindeutiger Identifizierung an Börsen weltweit. Bis in das Jahr 2000 wurde in Deutschland hauptsächlich die Wertpapierkennnummer (WKN) eingesetzt, die heute als Teil des ISIN weiterhin Bestand hat.Die ISIN besteht aus einer zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination und enthält einen Ländercode (z.B. DE für Deutschland), einer 9-stelligen Buchstaben- und/oder Zahlenkombination sowie einer abschließenden Prüfzimmer. Am Beispiel der Deutsche Telekom Aktie (frühere WKN = 555750) lautet die ISIN DE0005557508 (DE = Aktie in Deutschland zugelassen, 9-stellige Identifikationsnummer, Prüfzimmer 8 am Ende).Sie benötigen die ISIN für bei Eingabe Ihres Aktien-Kaufauftrags (Order).
  2. Risikoklasse – Der Gesetzgeber verpflichtet Banken, Sparkassen und alle Anbieter von Geldanlagen bei der Eröffnung eines Depots festzustellen ob Sie Erfahrungen mit Geldanlagen haben und wenn ja welche und für welchen Zeitraum. Entsprechend dieser Selbstauskunft werden Sie einer von 5 Risikoklassen zugeordnet und können jeweils nur die Wertpapiere kaufen, die in dieser Risikoklasse oder einer „weniger risikoreichen“ Klasse eingruppiert sind. Diese Risikoklassen-Einstufung dient Ihnen als Kapitalschutz, d.h. es soll sichergestellt werden, dass Anfänger wirklich nur die Geldanlagen kaufen können, die für Anfänger verständlich sind.
    RisikoklasseRisikoGeldanlage
    A (Substanzerhaltung)Kein RisikoGirokonto Guthaben, Sparbuch, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto
    BNur ZinsrisikoKapitalgebundene Versicherungen (Lebensversicherung, private Basisrente; Rürup-Rente)
    CZins- oder KursrisikoGeldmarktfonds, Rentenfonds
    DZins- und KursrisikoInvestmentfonds
    E (Renditeorientierung)Totalverlust möglichAktien, Optionsscheine, Zertifikate, Hedge-Fonds
  3. Bei einigen Wertpapieren sind sogar Verluste von mehr als 100 Prozent möglich, beispielsweise beim Devisenhandel oder dem CFD-Trading. Dabei wird nämlich nur ein Teil des Geldes beim Broker hinterlegt, die sogenannte Margin. Beträgt diese beispielsweise 1,0 Prozent, dann müssen von einer Position im Wert von 1.000.000 Euro nur 10.000 Euro eingezahlt werden.Das bedeutet im Umkehrschluss, wer 10.000 Euro investiert, hat tatsächlich Devisen im Wert von 1.000.000 Millionen Euro erworben. Fällt der Kurs um 20 Prozent, wie der Euro bei der Freigabe des Wechselkurses zum Franken Anfang 2015, dann hat man 200.000 Euro verloren – und damit das 20fache des Einsatzes.Allerdings bieten einige Broker wie comdirect Forex- und CFD-Handel ohne Nachschusspflicht.
  4. Wertpapier – alle Aktien sind Wertpapiere, aber nicht alle Wertpapiere sind Aktien. Wenn Sie ein Aktiendepot eröffnen, können Sie entsprechend Ihrer Risikoklasse auch weitere Wertpapiere wie z.B. Anleihen (oftmals geringeres Risiko), Investmentfonds (sehr geringes bis sehr hohes Risiko) oder sogar Optionsscheine (meist hohes bis sehr hohes Risiko) erwerben. Der Begriff Aktiendepot ist deshalb missverständlich. Ihr neues Wertpapierdepot ist unter anderem ein Aktiendepot und lässt die Kombination verschiedener Geldanlagen (Fonds, Aktien, Anleihen) innerhalb eines Depots zu.
  5. KGV – Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) wird oftmals als Vergleichswert für Aktien herangezogen. Dabei setzt man den Aktienkurs einer Aktie in das Verhältnis zu dem aktuellen oder auch zu dem für die Zukunft erwarteten Gewinn. Für den Deutschen Aktienindex DAX beträgt das historische KGV für der letzten dreißig Jahre 19 und liegt derzeit bei ca. 15,4 (Mai 2015, Berechnungen von Börse.de). Für den DAX bedeutet das eine im historischen Vergleich nach wie vor günstige Bewertung trotz zuletzt stark steigender Kurse. Für die Einschätzung des KGV eines einzelnen Unternehmens müssen weitere Unternehmen dieser Branche zum Vergleich dienen. Denn je nach Wachstumsaussichten eines Unternehmens bzw. einer Branche, können zum Teil deutlich höhere KGV als „günstig bewertet“ gelten. Ein bekanntes Beispiel ist die Zalando Aktie. Hier beträgt das für das Jahr 2015 erwartete KGV 106. Für das Jahr 2017 ist ein Gewinnanstieg geplant, so dass sich das KGV auf 55 reduziert (Stand 8. Mai 2015)
  6. Börsenkurs – Der Wert einer Aktie wird durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Zusammenführung der Aufträge wird überwiegend durch Computersysteme vorgenommen und durch einen „Spezialisten“ überwacht. Dieser soll eine Kurs-Kontinuität gewährleisten und dafür Sorge tragen, dass auffällige Kursveränderungen sofort geprüft werden. Börsenkurse werden an jeder deutschen Börse individuell festgestellt, so dass es möglich ist an einer der Regionalbörsen in Berlin, Hamburg-Hannover, München, Stuttgart oder Düsseldorf einen günstigeren Aktienkurs zu erhalten als dies an der Frankfurter Wertpapierbörse oder dem dortigen vollautomatischen Handelssystem DAX der Fall ist.

Anlagestrategien für Einsteiger

VerbrauchertippsEin Plan schadet nie – ganz besonders dann nicht, wenn Aktien gehandelt werden sollen. Emotionen, so heißt in allen Anlageratgebern, sind „Gift für Performance“. Das klingt abstrakt und ist doch nur allzu menschlich, wir alle trennen uns nur ungerne von etwas, das wir teuer gekauft haben und jetzt offensichtlich nicht mehr so wertvoll ist, wie es einmal war. Bei Aktien bedeutet das immer: Verluste realisieren. Und damit wie die Höhe des Verlustes exakt kennen, berechnet unser Onlinedepot diese Summe bis auf den Cent genau.

Hier kommt die Strategie zum Einsatz – sie legt fest wann gekauft wird. Wann verkauft wird und verhindert zu langes Hoffen auf „bessere Kurse“ oft genug auch zu frühes Verkaufen, d.h. „entgangene Gewinne“. Zwei Strategien, die gut geeignet sind die Anforderungen an Aktienhandel lernen für Anfänger zu erfüllen sind:

  • Dividenden-Strategie – Als Dividende bezeichnet man die Ausschüttung von Unternehmensgewinnen an die Aktionäre. Diese Ausschüttung wird bei deutschen Aktiengesellschaft in der Regel jährlich vorgenommen. Alle Aktionäre, die zu einem bestimmten Zeitpunkt (meist dem der Hauptversammlung) Aktie(n) des Unternehmens besitzen, erhalten eine Bar-Ausschüttung, sprich Überweisung des Dividendenbetrags auf das eigene Verrechnungskonto. Die Ausschüttungshöhe wird durch den Vorstand des Unternehmens vorgeschlagen und von den Aktionären im Rahmen der Hauptversammlung bestätigt. Abhängig von der Höhe des Jahresgewinns, schütten Aktiengesellschaften teilweise 4% und mehr Prozent des Wertes pro Aktie als Dividende für das abgeschlossene Geschäftsjahr aus.Da das Interesse an dividendenstarken Aktien bereits seit Jahren unverändert groß ist, hat die Deutsche Börse den DivDAX als eigenen Kursindex aufgelegt. Bisher unerfahrene Anleger finden hier eine Auswahl dividendenstarker Aktien, was den Einstieg in eine Dividenden-Strategie erleichtert.
  • Value-Strategie: Als „value“ wird im Börsen-Deutsch der bilanzielle und immaterielle Wert eines Unternehmens bezeichnet. Für die Value-Strategie sucht man gezielt jene Aktien, deren Aktienkurs nicht dem „Value“ des Unternehmens entsprechen bzw. die im Vergleich zu Mitbewerbern derselben Branche deutlich weniger wert sind. Wie soll das ein Anfänger beurteilen? Blicken wir kurz zurück zu dem Punkt „KGV“ – das Kurs-Gewinn-Verhältnis wird für alle Aktienunternehmen errechnet. Das Unternehmen mit dem geringsten KGV einer Branche ist also rein rechnerisch im Vergleich zu allen anderen „unterbewertet“. Gleicht sich diese Unterbewertung aus, steigt der Aktienkurs. Im Rahmen einer Value-Strategie suchen Sie deshalb gezielt nach den Unternehmen mit dem geringsten KGV. Dann prüfen Sie in einem Nachrichtenportal oder via Google News ob dieses Unternehmen zuletzt durch Skandale aufgefallen ist, die den Aktienkurs-Abschlag rechtfertigen würden, oder ob eventuell eine Gewinnwarnung gibt, so dass die KGV-Prognose veraltet sein könnte. Finden Sie keine schlechten Nachrichten zu diesem Unternehmen, könnten Sie mit dem Kauf dieser Aktien Ihre Value-Strategie beginnen.

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Demokonto einrichten – Aktienhandel ohne Risiko

vorlage_musterDie wichtigsten Begriffe sind bekannt, die grundsätzlichen Ideen für eine Strategie erläutert. Jetzt wird es Zeit für die praktische Umsetzung – und die muss nicht unbedingt Geld kosten.

Verschiedene Onlinebroker bieten die Möglichkeit ein Demo-Depot bzw. ein Musterdepot zu eröffnen und dort die Funktionen zu testen.

comdirect

Die comdirect Bank bietet Ihnen hierfür zum Beispiel ein Musterdepot mit umfangreicher Funktionalität, das kostenlos und sehr einfach durch die Angabe von Name und Anschrift zu eröffnen ist. Ob es sich lohnt diese persönlichen Angaben dort einzugeben, lässt sich leichter beantworten, nachdem man sich das knapp 90-sekündige Video zu den Funktionalitäten des Musterdepots angeschaut hat.

Wie das Video bzw. der hier veröffentlichte Screenshot des Videos zeigt ist die Benutzung eines Comdirect Aktiendepots so einfach, dass keine besonderen Vorkenntnisse für dessen Bedienung benötigt werden.

Das Musterdepot von comdirect

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Consorsbank

Die Consorsbank macht Ausprobieren sogar noch einfacher. Ohne vorherige Registrierung oder Eingabe von persönlichen Daten kann sofort ein Blick in das Demo-Wertpapierdepot geworfen werden.
Die in Nürnberg ansässige Bank hat sogar einzelne Funktionalitäten des Depots freigeschaltet, so dass – rein zum Test natürlich – Aktien der Muttergesellschaft BNP PARIBAS S.A. an verschiedenen deutschen Börsen sowie an den Börsen London, Paris, Zürich, Mailand und Tokio geordert werden können.

Diese beiden Onlinebanken sind natürlich nicht die Einzigen, die Demo-Accounts, Videos, Webinare und eine ganze Reihe Anleitungen Aktienhandel lernen für Anfänger zur Auswahl anbieten. Wer sich bisher nicht mit Aktien, Börse und Geldanlagen beschäftigt hat, darf sich bei nahezu allen Anbietern sehr umfassend informiert fühlen. Der Einstieg in die Welt der Aktionäre ist also weder kompliziert noch etwas für Spezialisten – wagen Sie einen Versuch!

Das Demodepot der consorsbank

Das Demodepot der consorsbank

DEGIRO

Beim Depot Testsieger 2017, dem Broker DEGIRO, lässt sich zwar leider kein Demokonto einrichten, aber der Broker kann in sämtlichen anderen Bereichen überzeugen. Neben Aktien stehen hier auch Fonds, Zertifikate und Optionen zum Handel zur Verfügung. Zudem überzeugt der Testsieger nicht nur mit einem sehr gut erreichbaren Service, sondern bietet mit dem Help Center auch eine Unterstützung, um den Einstieg in den Handel zu erleichtern und bei Fragen oder Unklarheiten Antworten zu liefern.

DEGIRO überzeugt und sichert sich den Titel Depottestsieger 2016

DEGIRO überzeugt und sichert sich den Titel Depottestsieger 2017

Auch Trading Anfänger möchten in der Regel die Möglichkeit haben, mobil zu handeln. Daher bietet DEGIRO mittlerweile die WebApp, dank der Trader auch unterwegs auf ihr Portfolio zugreifen und Orders verwalten können. Ein großer Pluspunkt geht zudem an DEGIRO, weil der niederländische Finanzdienstleister keine Mindesteinzahlung erfordert und die kostenlose Depotführung ermöglicht.

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