Aktien kaufen für Anfänger – so einfach geht’s

By | 26. Mai 2015


Aktionär werden ist einfach: Man benötigt lediglich ein Aktiendepot, Kapital und einen Plan in welche Aktien das vorhandene Kapital einzusetzen ist, so dass sich das Vermögen mehrt und nicht mindert.

Was Aktien und Crowdfunding verbindet, welche Aktien Sie nicht kaufen sollten und wie einfach der Start als Aktionär wirklich ist, lesen Sie hier.

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Die Aktie – wie Crowdfunding nur anders

FAQs„Die Aktie verbrieft das Recht auf einen Unternehmensanteil.“ Das klingt abstrakt, ist aber eine alltägliche Vorgehensweise. Jemand (hier das Unternehmen) benötigt Geld (hier Eigenkapital) um ein bestimmtes (Geschäfts-) Ziel zu erreichen. Das dazu benötigte Kapital wird durch Anteilseigner (Aktionäre) zur Verfügung gestellt, denen daraus Rechte (z.B. Dividenden, Verkauf, Erzielung von Kursgewinnen) entstehen.

Das klingt nach Crowdfunding und ist es auch. Der große Unterschied zu Crowdfunding besteht darin, dass nicht „Naturalien“ wie z.B. das gemeinsam finanzierte Produkt geschuldet werden, sondern ein finanzieller oder je nach Ausrichtung der Gesellschaft manchmal auch ideeller Ausgleich.

Anders als früher werden Aktien nicht mehr als Dokument zur eigenen Verwahrung überreicht, sondern in einem virtuellen Aktiendepot ebenso virtuell eingelagert. Wer möchte, kann sich aber Ausfertigungen gegen Gebühren anfertigen lassen. Ob eine Aktiengesellschaft bzw. die gewählte Depotbank diesen Service anbietet, müssen Sie jeweils individuell prüfen.

Aktien, Gewinne und Steuern

gebuehrenAb dem Besitz Ihrer ersten Aktie gehören Sie zu denjenigen, die von dem Erfolg des Unternehmens profitieren. Ihr Profit wird meistens in einer Kapitalausschüttung, der so genannten Dividende, oder aber einem Kursgewinn bestehen. Steuerlich betrachtet ergibt sich hieraus lediglich ein unterschiedlicher Zeitpunkt der Gewinnbesteuerung. Während Unternehmen quartalsweise oder jährlich eine Dividende ausschütten, werden Gewinne, die aus einem steigenden Aktienkurs entstehen erst bei Verkauf der Aktie realisiert.

Die Gewinnbesteuerung erfolgt sofort und automatisiert bei Verkauf der Aktie bzw. bei Ausschüttung der Dividende. Diese Abgeltungssteuer beträgt 25% Ihres Gewinns, wird von Ihrer Bank einbehalten und direkt an das Finanzamt weitergeleitet. Im Rahmen Ihrer Einkommenssteuer können zu viel bezahlte Steuern deklariert und von dem Finanzamt zurückgefordert werden.

Was bin ich? Depot und Bank passend auswählen

Aktien können Sie nur mit Hilfe einer Bank, Sparkasse oder einem spezialisierten Finanzdienstleister kaufen, der Ihren Aktienkauf (Order) an einer Börse platziert, gekaufte Aktien verwahrt und wie bereits beschrieben – die Abwicklung gegenüber dem Finanzamt übernimmt.

Für die Auswahl eines passenden Aktiendepots sollten Sie sich zunächst diese Fragen stellen:

  • Auf welchem Weg möchte ich meine Order platzieren? Die meisten Banken bieten den Aktienkauf per Internet, per Fax, telefonischer Order oder ganz klassisch – über Ihren Kundenbetreuer bei der Bank an. Abhängig von der getroffenen Wahl können die anfallenden Kaufkosten (Ordergebühren) sehr unterschiedlich ausfallen. Sofern Sie über keine eigene bzw. über eine langsame Internetverbindung verfügen oder Onlinebanking grundsätzlich nicht trauen, sollten Sie überlegen die zusätzlich anfallenden Fax- oder Telefon-Order-Gebühren in Kauf zu nehmen.
  • Möchte ich mich selbst um alles kümmern oder benötige ich Beratung? Eigentlich alle größeren Onlinebanken haben einen Wissensbereich „Aktien kaufen für Anfänger“ eingerichtet in welchem Fragen rund um Aktien, Aktienkauf und die Funktionen des Aktiendepots beschrieben werden. Dennoch müssen Sie dort die Entscheidung für oder gegen eine Aktie selbst treffen und sich ggf. in Anleitungen einlesen. Wer es sich einfacher machen möchte und bereit ist einen Aufpreis gegenüber einem „nur“ online Depot zu bezahlen, sollte gezielt nach Banken suchen, die ein solches Beratungsangebot bieten.
  • Wie häufig werde ich Aktien kaufen und verkaufen? Die jährlichen Kosten eines Aktien- bzw. Wertpapierdepots (Lesen Sie auch: Kostenloses Wertpapierdepot eröffnen) hängen ganz entscheidend von der Anzahl der Aktienkäufe und -verkäufe ab. Sofern Sie einmalig Aktien kaufen um sie „liegen zu lassen“ eignet sich ein völlig kostenfreies Wertpapierdepot wie z.B. das der Consorsbank deutlich besser als ein Trader-Depot. Wer vor allem in ETFs oder Sparpläne investieren will, hat ebenfalls andere Ansprüche. Hier sind vor allem die Anbieter aus dem Sparkassensektor interessant, nämlich der S-Broker und 1822direkt. Die auf aktiven Handel ausgerichteten Depotangebote wie benk rechnen sich dann, wenn Aktien wöchentlich oder sogar täglich gehandelt werden. Trader erhalten regelmäßig die günstigeren Order-Konditionen, zahlen im Gegenzug aber auch eine Depotgebühr. Ein Kompromiss sind Broker wie DEGIRO, die dauerhaft niedrige Orderpreise bieten, aber keine Kosten für die Depotführung berechnen.

Tipp: Einen jeweils aktuellen Überblick über kostenlose Wertpapierdepots sowie einen einfach zu bedienenden Depotkostenrechner finden Sie hier: Depotkostenrechner

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Aktiendepot eröffnen – einmal ausweisen bitte

wechsel_umzugIst die Entscheidung für eine Bank, Sparkasse oder einen Onlinebroker gefallen, muss das Wertpapierdepot eröffnet werden. Der dazu benötigte „Antrag auf Eröffnung eines Wertpapierdepot“ steht üblicherweise zum Download bereit – oder kann bei einigen Anbietern direkt online vervollständigt werden. Ohne Ausweispapiere kann jedoch kein Depot eröffnet werden, denn für die zweifelsfreie Feststellung der Identität (Geldwäschegesetz) muss in jedem Fall eine Identifikation vorgenommen werden.

Bei Filialbanken erstellt der Kundenberater üblicherweise eine einfache s/w-Kopie des vorgelegten Personalausweises. Onlinebanken führen die Identifikation mittels Post-Ident durch. Dazu wird einem Mitarbeiter(in) eines Post-Shops der in einem Brief verschlossene Depotantrag nebst eigenem Personalausweis vorgelegt. Diese(r) nimmt die Daten auf und sendet das Post-Ident Formular nebst Depotantrag als Gesamtunterlagen in getrennten Umschlägen an die Bank.

Je nach Bearbeitungsgeschwindigkeit können bis zur Übersendung der Depotunterlagen – üblicherweise bestehend aus Depotnummer, PIN und TAN-Liste – mehrere Tage bis wenige Wochen vergehen.

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Diese Aktien sollten Sie nicht kaufen!

Wer sich erstmals mit einem Thema beschäftigt, neigt dazu sich von Freunden und Bekannten, aus dem Internet und gerne auch von Fachleuten in Foren etwas raten zu lassen. Manche dieser Tipps sind gut – viele nicht. Deshalb haben wir eine Top 5 der Aktien aufgestellt, die Sie keinesfalls kaufen sollten.

  1. Der „Geheim-Tipp“: Das Unternehmen ist ein sehr geheimer Tipp. Sie lesen davon in einem Anlegerforum und sind begeistert. Leider hat niemand zuvor etwas darüber geschrieben. Sie googeln den CEO und lesen, dass er über „Erfahrungen“ verfügt. Weitere Informationen fehlen. Nichts wie: Finger weg!
  2. Die „Trend-Aktie“: Alle sagen, dieses Unternehmen wird in Zukunft den Markt beherrschen. Dort verdient man noch kein Geld, aber in wenigen Jahren wird die Entwicklung (der Branche / Technik / Umgebung / Marktplatz) soweit sein – und dann gehört man selbst zu den Aktionären deren Einsatz sich vervielfacht. Unsere Meinung: Prinzipiell ist dieses Szenario nicht unmöglich, die Erfahrung zeigt aber, dass man hier locker auch dann einsteigen kann, wenn der Trend begonnen hat. Deshalb: (Jetzt noch) Finger weg!
  3. Die „Freunde-haben-empfohlen-Aktie“: Es ist ähnlich verlockend wie der Amazon-Trigger „die, die das gekauft haben, fanden auch das super“. Kauft man dieselbe Aktie, die Freunde gekauft haben, sitzt man bei Gewinnen und Verlusten im selben Boot. Freut und weint gemeinsam und stellt sich bei letzterem die Frage: „Wo haben die diese Geheim-Tipp Aktie“ bloß empfohlen bekommen?
  4. Die „Wie-Facebook-Aktie“: Warren Buffet, auch bekannt als das „Orakel von Omaha“ gründet seinen Ruf als legendärer Investor auf einem einfachen Konzept. Mit großem Erfolg setzt er seit Jahrzehnten auf Hinweise wie „investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst“ und „der innere Wert des Unternehmens gibt den Ausschlag“. Ein geschätztes Privatvermögen von über 50 Mrd. US-Dollar und Platz 4 in der von Forbes heraus gegebenen „The World’s Billionaires“ Liste sollten als Bestätigung ausreichen. Okay, Facebook hat Warren Buffet verpasst. Aber man kann eben auch mit Aktien von American Express, BNSF Railway, Coca Cola, Heinz Holding und Kraft Foods einen Mehrwert erzielen. Deshalb: Seien Sie ein bisschen Buffet. Kaufen Sie überwiegend Aktien von Unternehmen, die Ihnen erklären können womit sie Geld verdienen (werden).
  5. Die „Ich bin ein Fan Aktie“: Sie finden das Produkt, die Dienstleistung oder den Verein super? Dann kaufen Sie sich eine einzige Aktie, lassen sich zur Hauptversammlung einladen, essen dort Schnittchen, lernen die handelnden Personen kennen – und teilen Sie Ihre Begeisterung mit Leidensgenossen. Denn: Fans – und zwar nicht nur von Fußballklubs – neigen dazu auch den schlimmsten Orkan zu einer erfrischenden Brise umzudeuten und einen entgegenkommenden Zug als rettendes Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Deshalb: Finger weg.

Endlich, die erste Aktien-Order

Die Depoteröffnung ist abgeschlossen, die falschen Aktien sind aussortiert. Was nun?

  1. Wertpapierkennnummer (WKN) oder ISIN der zu kaufenden Aktie bei z.B. Finanzen.de, Finanzen100, Handelsblatt oder via Google bestimmen
  2. In das neu eröffnete Depot einloggen und Aktienorder-Maske aufrufen
  3. Kurs der Aktie an ausgewählten Börsen anzeigen lassen und Handelsplatz auswählen
  4. Menge der zu kaufenden Aktien festlegen, maximalen Kaufkurs eingeben und Kaufauftrag an einer Börse platzieren

Wie unterschiedlich die Darstellung einer solchen Aktienorder aussehen kann, zeigt der nebenstehende Vergleich von comdirect und Augsburger Aktienbank. Dennoch bieten beide Banken identische Serviceleistungen an, d.h. sie stellen lediglich die Verbindung zur ausführende Börse her und buchen nach Kaufabschluss die Aktien in das Aktiendepot ein.

Deutsche Telekom Orderbuch Kauforder bei der comdirect

Deutsche Telekom Orderbuch Kauforder bei der comdirect

Und dann?

Warten. Die Order wird an der Börse platziert und für den Kunden im „Orderbuch“ dokumentiert. Sobald der Kauf erfolgt ist, werden die Daten zu Kaufkurs, Ausführung und Uhrzeit angezeigt, der Rechnungsbetrag von Ihrem Verrechnungskonto abgebucht. Und dann? Entscheiden Sie wann die Zeit für den Verkauf der Aktie(n) gekommen ist.


Unser Fazit: Aktien kaufen für Anfänger ist wirklich einfach. Mit welchem Erfolg Sie Aktien kaufen, halten und verkaufen hängt nicht zuletzt davon ab wie gut Sie schlechte Ratgeber erkennen und meiden. Probieren Sie es aus!

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Aktien kaufen für Anfänger
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